Merkmale
Eine Vielzahl von Programmen inklusive eines C-Entwicklungssystems und eines Textsatzprogrammes (troff) vervollständigen das System.).. Zugriffe auf die Gerätetreiber werden auf Zugriffe auf spezielle Dateien im Dateisystem abgebildet. Systemaufrufe aus prozessen dienen zum Starten (Systemrufe fork, exec) und Steuern von weiteren prozessen sowie zur Kommunikation mit dem Dateisystem. Daneben stellt er das Dateisystem zur Verfügung, in modernen Varianten zusätzlich den Netzwerk-Protokollstapel.Der Unix-Kernel hat über Gerätetreiber allein Zugriff auf die hardware und verwaltet prozesse. Dadurch werden Dateien und Geräte aus Sicht der prozesse und damit Anwendungsprogramme soweit wie möglich Vereinheitlicht (Systemrufe open, read, write, ..
In manchen UNIX-Derivaten werden selbst prozesse und deren Eigenschaften auf Dateien abgebildet (proc-Filesystem). Eins der hervorragenden Grundkonzepte von UNIX ist, auch Disketten- und CD-Laufwerke, weitere Festplatten des eigenen oder fremder Rechner, Terminals, Bandgeräte und andere special files im Dateisystem abzubilden. WurzelVerzeichnis (Root-Verzeichnis) dieser Hierarchie ist das Verzeichnis „/“.Das Dateisystem ist als hierarchisches Verzeichnis mit beliebigen UnterVerzeichnissen organisiert, ein damals neues Konzept, das heute überall selbstverständlich ist. „Alles ist eine Datei“ ist ein Grundprinzip von Unix. Dieser verallgemeinerte Dateibegriff gehört zum Wesen von UNIX und ermöglicht eine einfache, einheitliche Schnittstelle für die verschiedensten Anwendungen.
Der Kommandointerpreter, die Shell, – unter Unix ein normaler prozess ohne Privilegien – sowie zahlreiche Standard-Kommandos ermöglichen dem Anwender eine unerreicht einfache Ein-/Ausgabeumleitung in diese Dateien, und über Pipes die Kommunikation zwischen prozessen.
Eine große Sammlung von einfachen Kommandos, der UNIX-Werkzeugkasten, kann so mit Hilfe der Programmiermöglichkeiten des Kommandointerpreters kombiniert werden und komplizierte Aufgaben übernehmen. Durch die Kombinierbarkeit der größtenteils standardisierten Werkzeuge wird häufig vermieden, dass man für „Einmalaufgaben“ oder einfachere Administrationsarbeiten jeweils spezialisierte Programme schreiben muss, wie dies in anderen Betriebssystemen häufig der Fall ist.
Zu den wichtigen Merkmalen eines typischen Unixsystems gehören: hohe Stabilität, Multiuser, Multitasking (mittlerweile auch Multithreading), Speicherschutz und virtueller Speicher (zuerst implementiert in der BSD-Linie), TCP/IP-Netzwerkunterstützung (ebenfalls zuerst in der BSD-Linie), hervorragende scriptingeigenschaften, eine voll ausgebaute Shell und eine Vielzahl von Werkzeugen (siehe Unix-Kommandos) und Daemonen. Betriebssysteme von Unix-Workstations sowie Unix-Derivate enthalten in der Regel eine grafische Benutzeroberfläche basierend auf X11.
Unix ist historisch eng mit der Programmiersprache C verknüpft – beide verhalfen sich gegenseitig zum Durchbruch, und so ist C auch heute noch die bevorzugte Sprache unter Unixsystemen.
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