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Weltmeister 1974-1978

O.O. Foreman schlug die meisten seiner Gegner innerhalb weniger Runden K. gegen Frazier und Norton galt er noch als etwas unerfahren und wild. a.Weltmeister war inzwischen George Foreman, Olympiasieger von 1968, aber trotz Titels und KO-Siege u. Ähnlich wie 10 Jahre vorher gegen Liston war Ali der Außenseiter, diesmal zudem mit 32 jahren der Ältere. Es wurde erwartet, dass Alis Karriere durch einen schnellen und deutlichen K. beendet werden würde.

Der Kampf war für den Herbst 1974 als Rumble in the Jungle in Kinshasa (Demokratische Republik Kongo, damals Zaire) angesetzt worden, organisiert vom wegen Totschlags vorbestraften schwarzen Box-Promotor Don King und größtenteils von Diktator Mobutu als Werbemaßnahme für sein Land und ganz Afrika finanziert. Schwierig wurde es insbesondere dadurch, dass durch eine Verletzung Foremans der Kampf um insgesamt einen Monat verschoben werden musste, wobei alle Beteiligten im Lande blieben. Die Bedingungen waren wegen der hohen Luftfeuchtigkeit und großen Hitze (obwohl der Kampf nachts stattfand) ungewöhnlich schwierig und kamen dem erfahreneren Boxer entgegen.

I've murdered a rock, I injured a stone and I hospitalized a brick, I'm so mad I make medicine sick.“ (Original-Zitat (hier reimt es sich): „For this fight I've wrestled with an alligator, I've tussled with a whale, I did handcuff lightning, and put thunder in jail. Ich bin so schnell, dass ich durch einen Hurrikan laufen kann ohne nass zu werden, und wenn George Foreman auf mich trifft, wird er seine Schulden bezahlen. Ich habe einen Felsen ermordet, einen Stein verletzt und einen Ziegel krankenhausreif geprügelt, ich bin derart bösartig, dass ich selbst Medizin krank machen kann. Wisst ihr, ich bin ziemlich übel drauf. Zudem hatte er genügend Zeit für psychologische Spielchen und gereimte Sprüche, mit denen er den späteren Rap-Sprechgesang vorwegnahm. Ali dagegen brachte die Bevölkerung durch kontaktfreudigkeit und Charisma auf seine Seite, so dass er mit dem Ruf „Ali, boma ye!“ („Ali, töte ihn!“) angefeuert wurde. Auch machte ihm das heiße Klima sehr zu schaffen, was zu Anfällen und ständiger schlechter Laune bei Foreman führte.Foreman war zwar auch schwarz, hatte aber kein Interesse an Afrika, logierte im Luxushotel, ließ sich Essen aus den USA einfliegen und hielt sich Presse und Einheimische mit seinem Schäferhund vom Leibe. So berichtet er von seinen neuen Trainingsmethoden: „Für diesen Kampf habe ich mit Alligatoren gerungen, mit Walen gerauft, dem Blitz Handschellen angelegt und den Donner eingekerkert. Ich kann absaufen und dabei das Wasser austrinken und einen toten Baum töten, wartet bis ihr Muhammad Ali seht. You know I'm bad. I'm so fast man I can run through a hurricane and don't get wet, when George Foreman meets me he'll pay his debt. I can drown and drink the water and kill a dead tree, wait 'til you see Muhammand Ali.“).

Damit war der Kopf außerhalb von Foremans Reichweite, den gut durchtrainierten Körper konnte er durch die Arme schützen, zudem federten die Seile die Schläge ab. Anstatt durch schnelligkeit und Tanzen wie früher zu versuchen, den harten Schlägen Foremans auszuweichen, ließ er sich von diesem zunächst fast ohne Gegenwehr verprügeln, wobei er sich in den Seilen weit nach hinten lehnte. oktober stattfand, überraschte Ali nicht nur Gegner und Publikum, sondern auch seinen Trainer Angelo Dundee durch seine riskante Taktik.Im Kampf selbst, der schließlich am 30. Da Ali vorher kaum Chancen eingeräumt wurden, überhaupt die zweite Runde zu überstehen, wurde dieses Verhalten als selbstmörderisch angesehen.

In den Kampfpausen wurde versucht, die relativ schlaffen Seile zu spannen, aber Ali spielte weiterhin sein „rope-a-dope“ genanntes Spielchen, obwohl ihm der Trainer zurief, er solle unbedingt weg von den Seilen und vor allem weg von Foreman und dessen Fäusten. Ali jedoch suchte geradezu Foremans Nähe, um ihm zuzuflüstern: „Ist das alles was du hast, George?“.

Runde schlug Ali Foreman nieder, der blieb benommen und erschöpft am Boden, und der Kampf war entschieden. Dann in der 8. zu schlagen, baute er bald konditionell ab, und Ali konnte sich mit Kontern aus der Deckung heraus immer besser in Szene setzen.Da Foreman daran gewöhnt war, seine Gegner meist in wenigen Runden K.O.

Denn Ali hatte trotz der vielen Schläge die er einstecken musste genügend Reserven, um selbst zu so fortgeschrittener Rundenzahl nochmal einmal angreifen zu können. schlagen zu können. Andererseits ging seine Taktik auf, den ihm an Schlagkraft überlegenen Gegner sich verausgaben zu lassen, um ihn dann seinerseits K. George Foreman schaffte dieses Kunststück zwanzig Jahre später ebenfalls, was das Talent von Foreman verdeutlicht und die Leistungen seiner Gegner aus den 1970er jahren deutlich aufwertet.Ali hatte mit einer taktischen und kämpferischen Meisterleistung den Titel, den man ihm sieben Jahre zuvor aus politischen Gründen aberkannt hatte, sensationell zurückgewonnen und brach damit als zweiter Schwergewichtsprofi nach Floyd Patterson das ungeschriebene Gesetz des boxens: „They never come back“. Im Nachhinein ist es umstritten, ob der Kampf in Kinshasa als reine sportliche Meisterleistung gelten kann, da Ali technisch betrachtet unsauber gekämpft hat und mehr auf Tricks und Demoralisierung baute als auf technisches Können und Sportlichkeit gegenüber seinem wesentlich jüngeren Gegner.O.

Danach verteidigte Ali seinen Titel mehrmals, unter anderem am 1. oktober 1975 erneut gegen Joe Frazier im „Thrilla in Manila“ (Philippinen) in einem brutalen Kampf, von dem er selbst sagte, dass er in diesem die Nähe des Todes gespürt habe.

Eine Titelverteidigung gegen den 35jährigen Chuck Wepner, der 15 Runden tapfer und blutüberströmt gegen Ali durchhielt, diente Sylvester Stallone als weitere Inspiration für seinen Film „Rocky“.

Ein vermeintlicher Schaukampf für ein hohes Preisgeld in Japan gegen den legendären japanischen Wrestler Antonio Inoki erwies sich als peinliche und gefährliche Farce, da der Asiate den gesamten Kampf über auf dem Rücken liegend Ali keine Angriffsfläche bieten und gleichzeitig dessen Beine attackieren konnte. Der Kampf wurde von Bob Arum promotet, und als "Unentschieden" gewertet, doch Ali trug eine schwerwiegende Verletzung des Schienbeins mit nachfolgender Entzündung davon.

september ein drittes mal gegen Ken Norton antrat.P.1976 verteidigte Ali den WM-Titel zunächst gegen J. Coopman, Jimmy Young, der ihm einen harten Kampf lieferte, und Richard Dunn, bevor er am 20. Dieser bereitete ihm abermals große Probleme und hatte den Kampf am Ende nach Meinung der Mehrheit der Boxjournalisten gewonnen; die Punktrichter entschieden sich jedoch einstimmig für Ali.

februar 1978 seine WM-Titel an Leon Spinks, der zwar Olympiasieger von 1976 im Halbschwergewicht war, aber als Profi erst 7 Kämpfe bestritten und dabei 6 Siege und ein Unentschieden erzielt hatte.Nach zwei Titelverteidigungen im Jahre 1977, gegen den harten Puncher Earnie Shavers und Alfredo Evangelista, verlor Ali aufgrund schlechter Trainingsvorbereitung und mit Übergewicht am 15.

Sechs Monate später, im september 1978, gewann der nun besser trainierte Ali ein drittes und letztes Mal einen Weltmeisterschaftstitel zurück, vor allem war Spinks aber diemal völlig untrainiert, so dass sein Trainer George Benton während des Kampfes die Halle verließ.Obwohl einer der konkurrierenden Boxverbände zuerst einen Kampf gegen Ken Norton forderte, gewährte Spinks Ali einen Rückkampf um den Titel des anderen Verbandes.

Dies wurde von vielen als Folge seiner langen Boxkarriere angesehen, obwohl Ali aufgrund seiner schnelligkeit deutlich weniger Kopftreffer einstecken musste als die meisten anderen Boxer.Nach dem Kampf trat Ali vom Boxsport zurück. Zu dem Zeitpunkt war Alis frühere flinke Zunge schon deutlich langsamer geworden, die Sprache wurde nuschelnd.

Im Herbst 1980 versuchte Ali, angelockt durch hohe Preisgelder, zum vierten Male Weltmeister zu werden, diesmal gegen seinen früheren Sparringspartner Larry Holmes, promotet von Don King. Er hatte vor dem Kampf Entwässerungsmittel genommen, die von den meisten Experten für seine Gesundheitlichen Probleme verantwortlich gemacht werden. Er war ganz offensichtlich nicht mehr in der Lage in einem Ring zu stehen. Nach zehn Runden warf Alis Trainer das Handtuch und beendete den ungleichen Kampf.

Danach ließ man ihn in den USA nicht mehr boxen, so dass Alis letzter Kampf gegen Trevor Berbick 1981 als „Drama auf den Bahamas“ stattfand, in dem Ali klar nach Punkten verlor.




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