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Geschichte



Proprietäre Schnittstellen

Wenn nicht öffentlich dokumentiert ist, wie die Geräte anzusteuern sind, erleidet die hardwareunterstützung freier Betriebssysteme mittels freier Treiber einen schweren Rückschlag. Der Grund liegt im zunehmenden Wettbewerbsdruck und in der einfachheit des Schutzes gegenüber der Patentierung.Hardware-Hersteller gehen immer mehr dazu über, die Schnittstellenspezifikationen geheim zu halten, um der Konkurrenz das Kopieren von technischen Lösungsmethoden zu verwehren.

Andererseits haben die Hersteller die Benutzer größerer freier Plattformen (GNU-Projekt, Linux, X) als KundenGruppe erkannt. Viele von ihnen stellen proprietäre Treiber zur Verfügung. Diese Treiber stoßen unter den Anhängern Freier Software auf höchst geteilte Meinungen: Einige sind glücklich darüber, dass sie die Unterstützung der hardware-Hersteller errungen haben und ihre Hardware durch ihr bevorzugtes Betriebssystem nun voll unterstützt wird, andere haben Bedenken, dass man aufgrund der proprietären Treiber nicht mehr von einem freien Betriebssystem sprechen könne.

Dies hat sich jedoch als eine in der Praxis zweitklassige Lösung herausgestellt, insbesondere wenn hardware-Treiber in einer hoch privilegierten Ebene im System laufen und somit beim kleinsten Fehler komplette Abstürze verursachen können.sollte der Hersteller keinen entsprechenden Treiber zur Verfügung gestellt haben, gibt es immer noch die Möglichkeit, den Treiber für eine andere Plattform zu verwenden und über die Schnittstellen der Zielplattform darauf zuzugreifen.

Neben der philosophischen Sichtweise ist es eine Frage der Systemstabilität, denn sollte beispielsweise ein proprietärer Linux-NetzwerkKartentreiber regelmäßig zu Abstürzen des Systems führen, wären die Linux-Entwickler dagegen machtlos und es würde von der Gnade des Herstellers abhängen, ob der Fehler behoben würde.Eine generelle Schnittstellenfreigabe würde die Benutzer freier Softwareplattformen sicherlich entlasten.




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